Ludger Menke bespricht „Blut ist ein Fluss“

Ludger Menke bespricht beim KrimiblogBlut ist ein Fluss“ …

Hier ein kurzer Auszug: Blut ist ein Fluss ist einer der wenigen, gelungenen Meta-Kriminalromane, der in seiner ganzen Dunkelheit ein echter Lichtblick in dem tristen Allerlei der derzeitigen Produktion darstellt. Rohms Entdeckung von Tom Torn ist ein wertvoller Fund für jene deutschsprachige Kriminalliteratur, die mehr will, als albernes Regiogedöns oder nervtötendes Psycho-Geschwafel. Als Autor ganz seiner Fiktion verpflichtet, hat Rohm zudem einen echten Internet-Roman geschrieben – auch wenn dies nicht gleich für jeden erkennbar sein dürfte. Kurz: Hier darf ich nach Herzenslust Leser sein, weil Rohm ein wahrhaftiger Autor ist, der alle möglichen Formen der Literatur nutzt. Er ist nicht einer dieser Schriftstellerdarsteller, auf die die Feuilletonisten so gerne reinfallen.

Die komplette Rezension kann man hier lesen!

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3 Antworten zu Ludger Menke bespricht „Blut ist ein Fluss“

  1. Melusine Barby schreibt:

    Stimmt es, dass der Titel ein Seitenhieb auf Ellroy ist? Ich fand die L.A.-Bände, besonders die „Schwarze Dahlie“ großartig. Das letzte von ihm, was ich gelesen habe, war jedoch „American Tabloid“. Dann gingen mir die Interviews so auf die Nerven, dass ich ausgestiegen bin.

    Wenn ich die Rezension lese (Glückwunsch übrigens, eine sehr gute Besprechung!), fällt mir spontan Charles Willeford ein. Ist das ein Autor, den Sie schätzen? Tom Torn kenne ich gar nicht, muss ich gestehen.

    Ich habe demnächst Urlaub, dann werde ich Ihren Krimi lesen. (Ich bin crime thriller-addicted und da leider auch recht wahllos, wenn die Sucht ruft, lese ich fast alles, was greifbar ist. Aber bei Ihrem scheint es sich ja nicht um eins von den Büchern zu handeln, die man schamhaft unter dem Kissen verstecken muss, wenn der Besuch kommt :))

  2. guidorohm schreibt:

    Liebe Melusine,

    ich mag Ellroys Sprache, seinen Telegrammstil, der für diese Art von Literatur so gut passt; weniger gelungen finde ich (vor allem) seine späten Romane, diese nervösen Aufbereitungen amerikanischer Geschichte.

    Zu Willeford: Ja, ich schätze ihn sogar sehr.

    „Blut ist ein Fluss“ konnte nur so heißen, da werden Sie mir nach der Lektüre sicherlich zustimmen, und ja, er hat etwas mit Ellroy zu tun, weil er sich auf ein ganzes Genre bezieht, den Noir-Roman, den ich so vorbildlich ausgeführt bei Thompson und Daniel Woodrell finde; besonders letzteren Autor kann ich Ihnen sehr ans Herz legen.

    Es freut mich, dass Sie „Blut ist ein Fluss“ lesen wollen, vielleicht haben Sie ja auch Lust etwas darüber für die Gleisbauarbeiten zu schreiben.

  3. Melusine Barby schreibt:

    Ja, das werde ich tun, allerdings wird es sicher August, bis ich dazu komme. Vielleicht schreibt auch Morel, der gleich mir Thompson, Woodrell und Willeford schätzt und „Blut ist ein Fluss“ ebenfalls lesen will.
    Herzlichen Gruß
    Melusine

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