10. Juli 2010, Ich bin Weltmeister, 7.00 Uhr

Kaffee, Zigarette.
Was für eine Nacht, nämlich eine, die ich im einen Augenblick schlafend, im nächsten wach verbrachte. Vielleicht galt es einen Rekord für „unterbrochenen Schlaf“ aufzustellen, nur ich wusste nichts davon.
Jetzt also wieder wach. Starte in einen neuen Tag, ich fühle mich großartig, die Augen sind zugeschwollen wie nach einem Weltmeisterschaftsboxkampf, die Glieder fühlen sich matt an, sie schreien noch immer nach dem Schlaf, den ich der Nacht einfach nicht abringen durfte.
Seraphe, die etwas gesegneter schlief, war bereits wach. Ich schleppte mich aus dem Schlafzimmer, sah sie auf dem Balkon sitzen, lesend, vertieft in ihre Lektüre, die Beine angezogen, während ein leichter Morgenwind mit ihrem Nachthemd spielte. Der Kaffee wartete bereits auf mich, ich gab ihr einen Kuss, hockte mich auf die Liege, rauchte meine erste Morgenzigarette, setzte mich dann an den Computer, überdachte den gestrigen Tag.
Am Ende, der mir wie ein Hammerschlag aus Hitze und stickiger Luft vorkam, versuchten wir uns an einem Film, den ich für Textem besprechen will. Ich schaffte ihn einfach nicht, weil ich zu müde war, ich legte mich hin, nur um dann mein Wechselspiel aus Erwachen und Schlaf zu beginnen.
Was war noch …?
Ja, da war noch Narziss, aber an den denke ich eigentlich gar nicht mehr, dann noch Dinge, die ich geschrieben habe und die irgendwann hier oder woanders oder nirgends auftauchen werden.
Jetzt noch einen Kaffee, eine Zigarette und dann …

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