8. Juli 2010, Fußballspektakel, Spektakel schlechthin, 5.44 Uhr

Kaffee, Zigarette.
Ja, ja, das Spiel, Deutschland gegen Spanien, nun sind sie eben nicht im Finale, nicht weiter schlimm, man muss es doch eingestehen, die Spanier spielten besser, und wenn ich auch kein Fußballfan bin, und auch nie einer werde, das war schon schön anzusehen, dieses passgenaue Spiel, schön, schön, aber nun ist es vorbei, oder eben auch nicht, denn vielleicht erwartet den Fan ja ein spannendes Endspiel. Nationalismen feiern sich NICHT mehr in all diesen Fahnenmeeren, NICHT in einem Land, in dem eh alles zum Event verkommen ist; es geht um das Spektakel, die Inszenierung, eben so wie es in allen Bereichen darum geht, denn auch die Politik ist uns doch nur noch eine Samstagabendshow.
Lassen wir das, oder eben nicht, denn es wäre schon ein interessantes Thema.
Schlief schon wieder mehr als gut, ich will es nicht beschwören, denn dann reißt der Faden, dies sagt mir mein abergläubisches Hirn, schlief tief, fest, unter allen tiefsten Tiefen ruhend. Das ist gut und richtig für mein Schreiben, denn nur ausgeruht funktioniert es.
Die Balkontür ist offen, kühle Luft strömt mir in den Rücken, der Kaffee zu meiner Linken duftet herrlich, schmeckt noch besser. Man merkt schon, ich ruhe in mir.
Gestern Abend während des Spiels rief das Kind an. Seraphe war aufgeregt, natürlich, da kommt die Mutter voll und ganz durch; aber auch mir fehlt sie.
Rasch noch ein Kaffee, dann …

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