19. Juni 2010, Samuel Pepys, Selbstmordattentäter, 9.11 Uhr

Morgenkaffee und Zigarette.
Seraphe schickt sich an, aus dem Haus zu eilen. Einkäufe.
Ich habe tief und fest geschlafen. Keine Träume, an die ich mich erinnern könnte. Noch fällt es mir schwer, an die Oberfläche der Realität zu tauchen. (Wer will das überhaupt?) Schrieb gestern am Roman. Außerdem verfasste ich noch eine Miniatur mit dem Titel „Selbstmordattentäter“. Zwischendurch schrieben Leszek Skurski und ich uns kleine „irre“ Mails, die von den vorübergehenden, aber immer wieder auftretenden, Fehlschaltungen in unserem Hirn künden.
Die Fußballspiele absolvierte ich mit einem halben Auge. Ein wirkliches Interesse kann ich dafür nicht aufbringen, obwohl die Beobachtungen, die man dabei anstellen kann, schon wieder eine eigene Erzählung sind.
Abends dann sahen Seraphe und ich uns den Film „Kiss, Kiss, Bang, Bang“ an, eine wilde Gangsterkomödie mit Robert Downey Jr. und einem schräg aufspielenden Val Kilmer. Der Film puzzelte (mehr oder weniger) gekonnt mit Versatzstücken der Pulp-Literatur.
Habe von Fichtinger, den ich vor einigen Tagen anschrieb, noch keine Antwort erhalten; so wird es wahrscheinlich bleiben. Warum das so ist, kann ich nicht beantworten. Ich kann es nur vermuten … Ich werde noch eine Woche abwarten, dann sende ich die drei bestehenden Besprechungen an ein anderes Magazin weiter.
Heute steht wieder der Roman auf dem Programm. Außerdem gilt es noch Mails an Martin Compart (dem ich einen Vorschlag zu unterbreiten habe) und Jean-Luc Staub zu schreiben.
Nachtrag: Bestellte mir gestern die Tagebücher von Samuel Pepys, die nun zum ersten Mal als Gesamtausgabe bei „Zweitausendeins“ erscheinen.
Ich besitze schon jene Einzelausgabe, die vor Jahren bei Eichborn vom Himmel fiel, aber nun soll das Tagebuch endlich vollständig erscheinen. Da kann man wirklich einmal Jubelschreie ausstoßen. Ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk.
So, werde meinen Kaffee schlürfen, der leider schon wieder zu kalt geworden ist. Aber das ist egal. Kalt ist gut. Heiß ist gut. Nur lauwarm …

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