16. Juni 2010, Bloomsday, 17.18 Uhr

Im Literarischen Fundbüro wurden heute diverse Ulysses-Ausgaben abgegeben. Leopold würde zwar nicht die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, wohl aber ein Guinness auf den Schreck trinken. Fußballzeit. Urlaubszeit. Und plötzlich werden Bücher zu Ballast, den man los werden will. Wir brachten den Ulysses zunächst in einem Literarischen Waisenhaus unter. Schreckliche Zustände herrschen dort. Man hört von Waisenhausvorstehern, die die Bücher gar prügeln. Die Ausgabe sah mir jammernd hinter her, also packte ich sie an ihren Eselsohren und schleifte sie mit nach Hause.
Seraphe runzelte die Stirn. Nach einigen Minuten gab sie sich aber geschlagen. Wir brachten den Kerl in einer gemütlichen Ecke zwischen Beckett und Schmidt unter. Mal sehen, wie es ihm dort ergeht.
Trinke rasch noch meinen Abendcappuccino. Danach die gewohnte Zigarette, und dann ab zu Künstler Skurski.

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