13. Juni 2010, Nasenschau, 8.23 Uhr

Drei Tempotaschentücher liegen bereits neben mir. Meine Nase ist ein Springbrunnen. Schon greife ich zum Tempo … Seraphe sitzt in der Küche, die Beinen angewinkelt, und liest. Sie trinkt ihren Morgencappuccino, ich trinke meinen Kaffee, während Kind 4 eben nur mal kurz an uns vorüber sprang, jedem einen Kuss auf die Lippen klebend. Jetzt ist sie wieder in ihrem Zimmer. Sie ist aufgeregt, weil es auf „Klassenfahrt“ geht. Dabei ist sie nur eine Nacht fort, aber in diesem Alter ist das Leben noch aufregend, schön und voller Geheimnisse.
Seraphe und ich sahen uns gestern einen Film von Jonathan Demme an. Der Manchurian Kandidat. Der Film gefiel mir gut, erinnerte mich an die alten Politthriller mit Warren Beatty und Konsorten, wobei an diese alte Garde dann doch kein Film heute mehr ran kommt („Der Marathon-Mann“ mit Dustin Hoffmann war eine wahre Offenbarung.)
Und wieder schnäuze ich mir die Nase. Werde heute am Roman arbeiten, so Zeus und Nase es zulassen.

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