6. Juni 2010, Krieg als Droge, 8.07 Uhr

Erst die Zigarette. Dann der Kaffee.
Habe tief und fest geschlafen. Kann mich an keine Träume erinnern. Das kann ich fast nie. Und das ist gut so, denn wenn ich mich daran erinnere, nisten sich Restbilder von Albträumen in meinem Hirn ein, um dort die nächsten Stunden zu brüten.
Seraphe sitzt im rosa Nachthemd in der Küche und liest Mark Billinghams „Das Blut der Opfer“.
Sahen uns gestern Abend Kathryn Bigelows „Das tödliche Kommando“ an. Der Film beginnt mit einem Zitat des Journalisten Chris Hedges: „Der Rausch des Kampfes wird oft zu einer mächtigen und tödlichen Sucht. Denn Krieg ist eine Droge.“
Ein Dokument des Grauens. Ein wichtiger Film. Ich kann nur jedem empfehlen, ihn sich anzusehen. Eine Reise in den Wahnsinn. Ein ebenso wichtiger Film wie Coppolas „Apocalypse Now“ und Michael Ciminos „Die durch die Hölle gehen“.

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