6. Juni 2010, Eine geheimnisvolle Forscherin, 10.33 Uhr

Seraphe und ich sind nachher bei ihrer Schwester eingeladen.
Ich will aber heute auch noch unbedingt vier Seiten für den neuen Roman schreiben. Das werde ich wohl auf den Abend verschieben müssen.
Rauchte vor wenigen Minuten eine Zigarette auf dem Balkon. Hörte Geräusche. Beugte mich über das Geländer. Entdeckte eine Mitbewohnerin. Eine schmächtige Person. Fast zwergenhaft. Sie durchstöberte den Papierabfalleimer. Sie wühlte Fetzen für Fetzen raus. Umschlag für Umschlag. Zeitschrift für Zeitschrift. Wonach suchte sie? Ist ihr ein wichtiger Brief verloren gegangen? Oder hat sie nur die aktuelle Fernsehzeitschrift zu früh entsorgt?
Ich trinke meinen letzten Kaffee. Denke darüber nach. Geheinisse des Alltags.

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