Archiv für die Kategorie ‘Gedichte’

Möbiusschleife

12. Juni 2012

Um den Roman “Aus der Pathologie” weiterlesen zu können, müssen Sie HIER beginnen!

rülps

27. März 2012

für Ernst Jandl und Andreas Winterer

rülps
or rülpser
or rülpsen
or rülpst
or röps
or röpsen
or röpst
or rölps
or rölpsen
or rölpst
or gerülpst
or geröpst

krähenspuren

19. Juni 2011

du schließt die augen
öffnest sie
und plötzlich
bist du das letzte gesicht
in facebook
keine statusmeldungen
keine links
deine reine und weiße seite
die erst noch
beschrieben werden muss
bin kaffee trinken
schreibst du
kein daumen
keine antwort
nichts
als nur du
in der wüste
aus schnee
darin deine buchstaben
krähenspuren sind

nachtgewirr

10. März 2011

am haus schwebend
kacheln unter den füßen
zur fraglichen stunde
sehend und lauschend

ein zug donnert über die wolken
ein glutbällchen schreibt unsinn
das haus gegenüber räuspert sich
eine rauchsäule stützt das sternenzelt

hastigen herzens entschreite ich
der nacht und folge dem dunkel
bette meinen unsichtbaren körper
rette mich in deine atemhöhle

lee re stelle

7. März 2011

unruhig aufm
ihm fehlt das
dafür
seit dem un
fall
ist die welt
lee

rer geworden

Jacks Virginias

4. Februar 2011

Jacks Virginia würgt
Sie wartet
Jack ist unterwegs
Jack ruft sie an
Komme gleich
Jack ist auf Sauftour
Jacks Virginia hadert
Jacks Virginia zürnt
Jack ruft Allen an
Allen will Jacks Leere nehmen
Allen will Peters Leere nehmen
Jacks Virginia will nicht mehr
Jacks Virginia schläft nicht mehr mit Jack
Jack trinkt weiter
Jack fällt von Bar zu Bar
Jack lernt eine andere Virginia kennen
Jack fragt
Kann Jack bei dir wohnen
Die neue Virginia nickt
Die neue Virginia nimmt ihn mit
Nach drei Nächten verschwindet Jack
Die neue Virginia würgt
Die neue Virginia wartet
Jack ist wieder unterwegs

Quelle: Wikipedia

mega-therion

5. Dezember 2010

gefräßiges tier
beats
wir stecken
im verdauungstrakt
a23h
die blutgräfin
ich
marswürmer schlummern
unter den häuten der stadt
die stadt frisst
die stadt misst
marswürmer träumen
im takt der venus
hoch
runter
up and down
die stadt
spuckt dich aus
beats
gefräßiges tier
rein in die nächste
blog-hütte
schreiben
den beat
an die wand nageln
sirenen
raus hier
raus hier
die gedankenpolizei
ist auf dem weg
in den nächsten flur
auftauchen
nach luft schnappen
den beat spüren
die marswürmer
fressen sich durch
unseren verdauungstrakt
wir werden unsterblich sein
wir werden in diesem flur
verrecken
immer wieder
wir sind marswürmer
in den blutbahnen
der großen stadt
hoch und runter
up and down
wir sind der beat
dieser stadt
wir sind das große
tier
wir

Straßenkonzert

8. Oktober 2010

Motorhusten
Wird zu einem Keuchhusten
Batterie leer
Eine weißte Plastiktüte
Rennt aufgeregt im Kreis
Selbstgespräch
Geh mir aus dem Weg
Reiseleiter haben es nicht einfach
Rot
Eine Reihe unbekannter Leute
Ein Chor, der nicht singen wird
Ich werd ihm
Was?
Hupen
Kindergeschrei
Sieg?
Mord?
Weiter
Karstadt
Eine nackte unbewegliche Frau
Starrt
Starrt zurück
Spiegelung
Und plötzlich erschreckt man
Vor dem fremden Gesicht
Gehetzt
Weiter

Barbaren

24. August 2010

Weil zwei Jungen es gewagt hatten,
eine Frau zu entführen, zu schlachten
und zu braten,
wurden sie nach ihrer Verhaftung
von einer aufgebrachten Menge
mit Stöcken zu Tode geprügelt.

Sattelitenschüssel

16. August 2010

Verflucht,
du sitzt da,
die Unterhose
ist dreckig.
Keine Zeit,
um sich
zu rasieren.
500 Programme.
Weißt du,
was das heißt?
Das ist ein
knochenharter
Job.


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