Archiv für die Kategorie ‘Fremde Federn’

Möbiusschleife

12. Juni 2012

Um den Roman “Aus der Pathologie” weiterlesen zu können, müssen Sie HIER beginnen!

Nicht ganz bei Trost

22. April 2012

“Aber man kann eine ganze Menge über einen Menschen erfahren, wenn man weiß, was er in einem Eisenwarengeschäft kauft. Wenn er ein elektrisches Bügeleisen kauft, dachte Kalle, dann ist er häuslich, und wenn er einen Schlitten kauft – ja, wenn er einen Schlitten kauft, dann ist er nicht ganz bei Trost! Bei den augenblicklichen Schneeverhältnissen dürfte er wirklich wenig Nutzen davon haben.”

Astrid Lindgren, Kalle Blomquist, Oetinger

Aus gegebenem Anlass

19. April 2012

James Tiptree Jr. beim Septime-Verlag

Gespräch mit Denis Scheck über James Tiptree Jr.

Captain Fearless

18. April 2012

“Ein gewagter Sprung, die Beine gespreizt, so wie man es Captain Fearless auf Nijinsky 7 beigebracht hatte – dem Balletttänzerplaneten, auf dem schon so mancher Meisterdieb und Tyrannenmörder die Grundschritte seines Handwerks gelernt hatte -, und schon hing er in der Luft, begleitet von den Zielfernrohren der abgefeimten Ohrwesen, die ihn seit Stunden durch die Wildnis von Barbara 9 verfolgt hatten. Es würde nicht leicht werden, von diesem Ort zu entkommen, zumal die Ohrwesen alles hören konnten, auch das Ächzen und Stöhnen der Riesenbäume, die sich, hatte man Ohren dafür, die meiste Zeit über die von der Natur ihnen zugewiesene Standfestigkeit beschwerten.
Nur noch siebzehn Meter, dann wäre der Abgrund überwunden, der unter ihm wie eine offene eiternde Wunde klaffte. Fearless dachte an die Zeit seiner Kindheit im Wekotan-System, an die Unruhe, die seine Eltern von Planet zu Planet hatte ziehen lassen. Eine Laserkugel sauste dicht an seinem Kopf vorbei und verlor sich fluchend in den Wolken. (Die Ohrwesen benutzen seit Jahren eine neu entwickelte Form denkender Munition, die in den meisten Fällen leider zu ehrgeizig war und daher oft am Ziel vorbeischoss.)
Nein! Er würde überleben, denn was er hier gesehen hatte, musste unbedingt dem Großen Rat auf Xanadu vorgetragen werden.”

Dan Bouvier (Pseudonym von Arthur Kleiber), Captain Fearless und das Geheimnis der Ohrwesen

Niemals

9. April 2012

“Ein englischer Gentleman poliert sich niemals die Schuhe, ein fauler Sack allerdings auch nicht.” Will Self, Dorian

Wo wir doch alle Sex haben könnten

24. März 2012

” … so viele Gelegenheiten stöhnen geradezu vor Zeit und Raum, die erotisch ungenutzt bleiben. Mit welch schönen Aktivitäten könnten wir uns in diesen Stunden herumschlagen, wenn wir es nur wüssten. Wir bräuchten keinen Kaugummi mehr, keine Wartezimmer-Aquarien, Zigaretten, Kreuzworträtsel, amtliche Bekanntmachungen, Patiencen oder gar Damespiele. Wo wir doch alle Sex haben könnten.” A.L. Kennedy, Also bin ich froh, Wagenbach

Energie

5. Februar 2011

“ja, das durchmischen verschieden erlebter realitaeten (inbegriffen auch vorgestellte, phantasierte, erlebte, beobachtete usw. realitaet) ergibt durch die neuordnende hand des kuenstlers genuss und ahaerlebnisse, setzt erkenntnisprozesse in gang, schaerft den kuenftigen, gegenwaertigen und den blick zurueck, ist vergangenheit/gegenwart und zukunft zugleich. reine energie, die sich da freisetzt.”

Iris Nebel

Papas Staatskino ist tot: Hamburger Manifest von Klaus Lemke – Protest gegen das Filmfest 2010

28. Januar 2011

ICH FORDERE INNOVATION STATT SUBVENTION. ICH FORDERE DAS ENDE JEDWEDER FILMFÖRDERUNG AUS STEUERMITTELN. DER STAAT SOLL SEINE GRIFFELN AUS DEM FILM ENDLICH WIEDER RAUSNEHMEN.
13 JAHRE STAATSKINO UNTER ADOLF UND DIE LETZTEN 40 JAHRE STAATLICHER FILMFÖRDERUNG HABEN DAZU GEFÜHRT, DASS DER DEUTSCHE FILM SCHON IN DEN SIEBZIGERJAHREN AUF KLASSENFAHRT IN DER TOSKANA HÄNGENBLIEB; DASS AUS REGISSEUREN SOFT SKILLS-KASTRATEN UND AUS PRODUZENTEN VEREDELUNGSJUNKIES WURDEN.
WIR BAUEN DIE SCHÖNSTEN AUTOS.
WIR HABEN DIE SCHÖNSTEN FRAUEN.
ABER UNSERE FILME SIND WIE GRABSTEINE.
BRAV. BANAL. BEGÜTIGEND. GOETHEINSTITUT.
ABER FILM IST KEINE AUSSTERBENDE TIERART. FILM IST AUCH KEIN INTELLIGENZBESCHLEUNIGER. FILM MUSS NOCH NICHT MAL GUT SEIN.
FILM MUSS NUR WIRKEN.
DAS TUT DER DEUTSCHE FILM SCHON LANGE NICHT MEHR.
RETTUNG KANN ALLEIN VON OMAS HÄUSCHEN KOMMEN, DAS MAN HEIMLICH BEI DER BANK BELEIHT. DENN NUR FÜR DAS EIGENE GELD LOHNT ES SICH NACHZUDENKEN – WENN ES IN GEFAHR IST. UND GELD
BEIM FILM IST IMMER IN GEFAHR. OHNE DAS WIRDS NICHTS.
GELD VOM STAAT IST IMMER EIN TRITT GEGEN DIE EIGENE KREATIVITÄT. VOR EIN PAAR WOCHEN WURDE KLAMMHEIMLICH DIE ENGLISCHE FILMFÖRDERUNG EINGESTELLT – DIE EINZIG ERFOLGREICHE IN EUROPA. ABER EBEN AUCH VOLLKOMMEN UNNÖTIG. DER FÖRDERWAHN FÜHRTE DEN ENGLISCHEN FILM INS NIRVANA. ACH DIESE ENGLÄNDER! ES GIBT NOCH HELDEN. BEI UNS NUR EINEN: DOMINIK GRAF. WÜRDE MAN JEDE FILMFÖRDERUNG AUS STEUERMITTELN ÜBER NACHT EINSTELLEN – WIR WÄREN IN ZWEI JAHREN DAS KREATIVSTE FILMLAND IN EUROPA UND EINE ECHTE KONKURRENZ ZU HOLLYWOOD. WEITER SO WIE JETZT BLEIBEN WIR DIE TOPLANGWEILER WELTWEIT. DER DEUTSCHE FILM GEHÖRT ENDLICH BEFREIT AUS DEN GEFÄNGNISSEN DER FFA. NO PAIN. NO SPAIN. LEMKE.

Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy

28. Januar 2011

“Kunst ist, wenn man’s nicht kann. Denn wenn man’s kann, ist es ja keine Kunst mehr.”

Halleluja sei Dank

13. Oktober 2010

„Arno Schmidt nicht zu vergessen, sagt Halleluja. Ich habe Arno Schmidt in die Palette eingeführt. Ich habe der Palette Arno Schmidt nahegebracht. Wenn sie sich jetzt alle auf ihn berufen, ist das nur mein Verdienst.“

Hubert Fichte, Die Palette


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